Anis

 
  • Wo findet man die Pflanze?
    Aus dem Orient stammend, bei uns in Gärten.

  • Wie sieht die Pflanze aus?

    30 - 50 cm hoch, aufrechtstehender, ästiger, etwas flaum­haariger Stengel; Blätter rundlich gezähnt, die mittleren gefiedert, nach oben hin allmählich lanzettlich-fiederschnittig werdend.
    ­
  • Wie sehen die Blüten aus?

    Weiß, zusammengesetzt, lockere Dolde.

  • Wann blüht die Pflanze?
    Juli bis August.

  • Wann ist Sammelzeit?

    Juli bis September.

  • Welche Pflanzenteile werden verwendet?
    Samen und Kraut (angenehm-würziger Geruch).

  • Welche Wirkstoffe sind enthalten?
    Verschiedene Zucker, ätherische Öle.

Der Anis kommt ursprünglich aus Asien und dem südöstlichen Mittelmeer.
Bei uns findet man ihn nur in speziellen Anpflanzungen oder in Gärten.

Anis hat eine entspannende Wirkung und hilft bei Asthma, bei Husten, bei Appetitlosigkeit, bei Bronchitis, bei Magenkrämpfen, bei Kopfschmerzen, bei Schlaflosigkeit, gegen Blähungen, er regt die Milchbildung an.


Anistee
Um den Anis als Tee verwenden zu können, sollten Sie ihn in einem Mörser zerdrücken und dann in eine Tasse geben. Dann mit kochendem Wasser oder auch mit kochender Milch übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, dann wird abgeseiht.

Diesen Tee können Sie am Morgen und am Abend trinken, oder bei Magen- und Darmkatarrhen oder Blähungen auch stündlich einen Schluck davon.


Das ätherische Öl des Anissamens wirkt wie ein Betäubungsmittel. Erschlaffung der Muskulatur, Herabsetzung der Nervenerregbar­keit und Schlaf kann man bereits nach einer Gabe von 45 Tr. Anis-Öl beobachten. Kleinere Gaben erleichtern die Atmung, för­dern die Blutzirkulation und wirken kräftigend auf die Herz­tätigkeit ein.

Eine Abkochung von Anissamen wirkt anregend auf die Verdauungsorgane (bessere Durchblutung) und durch Hemmung stärkerer Gärungsvorgänge blähungswidrig und ent­blähend.

Bei Asthma, krampfhaftem Husten, schwerem Bron­chialkatarrh und zu geringem Auswurf benutzt man entweder die Abkochung für sich oder in der Mischung mit Eibischwurzel, Fen­chel, Huflattichblättern, Spitzwegerichblättern und Thymiankraut mit bestem Erfolg. Durch Honigzusatz wird die Wirkung noch ge­steigert.

Gegen Schlaflosigkeit kaue man Anissamen.

Anis­tinktur bereite man wie folgt: 30 g Anissamen und 30 g Fenchel - beides gemahlen oder gestoßen - setze man auf 1 l Brannt­wein an. Man gebe einige Zitronenschalen (ungeputzt) und etwas Zucker hinzu und lasse etwa 14 Tage bis 3 Wochen stehen. Bei den bereits erwähnten Beschwerden nehme man ein Gläschen dieser Tinktur ein.

Anisöl gewinnt man aus dem zerquetschten Samen, den man mit Olivenöl übergießt. Von diesem Öl nimmt man 8 bis 10 Tr. auf Zucker, jedoch nicht mehr als 2 - 3 Gaben täglich Mischt man Anisöl mit Rosmarinöl, so gewinnt man ein brauchbares Mittel gegen Krätzmilben.



Vorsicht

Anis kann mit dem gefleckten Schierling verwechselt werden. Dieser ist sehr giftig!



Thema: Kräuter

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