Arnika

 
Die Arnika montana findet sich auf mageren Almenwiesen, ihre Schwester, die Arnika chamissonis findet sich auf torfigen Wiesen.

Die Arnika ist eines der wichtigsten Wundheilmittel. Arnika hat eine antiseptische, abschwellende und entzündungshemmende Wirkung.

Grundsätzlich darf Arnika nur äußerlich verwendet werden. Auch auf offene Wunden sollte man Arnika nicht direkt geben.
Leidet man unter Quetschungen, Prellungen, einen Hexenschuss, oder Muskelzerrungen oder unter schlecht heilenden Wunden ist die Arnika das Mittel der Wahl.

Zum Teil empfiehlt man eine Arnika-Tinktur für Mundspülungen z.B. bei Zahnfleischentzündungen, da eine solche Tinktur eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung hat.

Ebenso gut eignet aber auch ein Absud aus Arnika. den man aber nicht trinken darf!
sich Grundsätzlich ist das richtig, aber es gibt bessere Heilkräuter für diesen Einsatz.
Noch besser eignen sich für Mundspülungen jedoch fertige Produkte aus der Apotheke, die nicht giftig sind und trotzdem die Wirkung der Arnika haben.

Bei Rheuma soll eine Einreibung mit einer verdünnten Arnika-Tinktur helfen.
Zu beachten ist aber auch grundsätzlich, daß Arnika nicht über längere Zeit verwendet werden soll.

Übrigens hilft eine Auflage mit Arnika auch bei Insektenstichen und entzundenen Venen.
Die Arnika wird auch als homöopathisches Mittel Arnica montana verwendet.

Bei Tieren setzt man die Arnika auch als Pferdesalbe ein.

Sammelzeit für Arnika

Man sammelt im Juli und im August.

Sammelgut und Inhaltsstoffe der Arnika

Die echte Arnika, die Arnica montana, steht unter Naturschutz! Deshalb bitte nicht selbst sammeln!

Die Wiesen-Arnika, Arnica chamissonis, ist nicht geschützt. Sie ist jedoch leider auch nicht so wirksam wie die Arnica montana.
In beiden Arnika's ist der Wirkstoff Helenalin enthalten, in der Arnica montana aber in Reinform und höherer konzentriert.


Jedem ist die Arnika-Tinktur bekannt. Sie wird folgendermaßen hergestellt: man gibt in ein Glas mit weiter Öffnung gut getrock­nete Blüten (sie sind am kräftigsten) und gießt darauf reinen Alkohol. Das Glas wird gut zugebunden oder verkorkt und in die Sonne gestellt.

Die unverdünnte Tinktur, verbessert durch Zu­satz von Ameisen- und Kampferspiritus, ist ein altbewährtes Um­schlag- und Einreibemittel bei Prellungen mit Blutergüssen und bei Quetschungen. Unter der Behandlung bildet sich der Erguß in kurzer Zeit zurück. Innerliche Gaben von 2 bis 4mal täglich je 5 Tr. der Tinktur auf Zucker beschleunigen den Heilungsvorgang. Bei Gicht, Rheumatismus und Rückenschmerzen verwende man die Tinktur in einer Verdünnung von 1:2 als Einreibemittel.

Zum Auswaschen und zur Behandlung schmieriger, schlecht heilender Wunden verwende man verdünnte Arnika-Tinktur. Man nimmt auf 1 l Wasser 4 oder 5 Eßl. Tinktur. Nach dem Auswaschen drückt man die Wunde zusammen und umwickelt sie einmal mit einer Binde. Darauf legt man einen mehrfach zusammengefalteten, mit der verdünnten Tinktur durchtränkten Leinwandlappen. Man erneuere diesen alle 4 Stunden.

Bei Mandelentzündungen haben sich Halsumschläge mit verdünnter Arnika-Tinktur, ebenso das Gurgeln mit dieser (11/2 Teelöffel auf 1 Glas Wasser) bewährt.

Verdünnte Arnika-Tinktur, mit gleichen Teilen Birkenwasser ver­mischt, ist ein vorzügliches Mittel zur Pflege der Kopfhaut (gute Durchblutung, dadurch besserer Haarwuchs, Beseitigung von Schuppen)! Bei Anwendung dieser Mischung sollte man jedoch 2mal wöchentlich. die Kopfhaut mit Klettenwurzelöl einreiben.

Bei Magen- und Darmkatarrhen nehme man 8 Tr. Arnika-Tink­tur in V4 1 Wasser und trinke schluckweise davon. - Feuchte Um­schläge mit verdünnter Arnika-Tinktur (2 - 3 Teelöffel auf 1/2 1 Was­ser) wirken ausgezeichnet schmerzlindernd und entzündungswidrig bei plötzlich auftretenden Hämorrhoidalbeschwerden. Die Um­schläge sollen möglichst alle 20 Min. gewechselt werden

Unterschenkelgeschwüre (offenes Bein) reagieren gut auf eine Wechsel­behandlung mit verdünnter Arnikatinktur und Olivenöl. Mit ver­dünnter Arnikatinktur (2 - 3 Teelöffel auf 1 Tasse Wasser) macht man stündlich kalte Umschläge und tupft zwischenzeitlich immer wie­der die Wundfläche mit Olivenöl ab.

Arnika-Öl gewinnt man aus der Mischung von 1 Teelöffel Tinktur mit 1 Tasse Olivenöl. Auf­gelegenen Kranken kann man mit Hilfe dieses Öles Linderung verschaffen.

Die Arnika-Blüte wirkt gefäßerweiternd, krampf­lösend und überaus anregend auf den Kreislauf. Bei Herzschwäche, wie sie z. B. im Verlauf von Lungenentzündung und Typhus auf­treten kann, gebe man anfangs eine kleine Tasse des Blütenauf­gusses, später stündlich einen Esslöffel. (Man rechnet 1 Eßl. Arnika-Blüten auf 1 Tasse Wasser.)



Besondere Hinweise zur Arnika

Grundsätzlich
Man darf die Arnika nur äußerlich anwenden! Arnika ist sehr giftig!

Der Wirkstoff Helenalin kann zu Hautallergien führen.
Es gibt Menschen, die generell allergisch auf Arnika reagieren.

Nicht in der Schwangerschaft anwenden!
Arnika darf nicht über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden!


Thema: Kräuter

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