Der Beifuß ist bei uns heimisch, man findet ihn oft an Wegesrändern oder auch an Geröllplätzen. Allerdings findet der Beifuß bei den Fußgängern kaum Beachtung. Anders bei Kräuterkundigen: Der Beifuß ist ein alt bekanntes Heilkraut, das allerlei Heilwirkungen besitzt.
Und wie der Name des Beifuß schon vermuten läßt, hat er eine besondere Wirkung auf die Füße und Beine. So lindert er die Schmerzen, wenn man wieder zu lange stehen mußte oder zu viel gehen mußte. Man kann dann ein Beifußöl zum Einreiben verwenden, oder man stellt einen Absud her und badet die Beine und Füße darin.
Ein Beifußöl kann äußerlich angewandt übrigens auch bei Rheuma helfen.
Beifußtee, abends vor dem zu Bett gehen, schenkt einen wohltuenden und ruhigen Schlaf.
Man sammelt die Wurzel und das Kraut des Beifuß.
Das Kraut sammelt man dabei im Juli und im September, die Wurzel im späten Herbst
Tee von Beifuß dient als vorzügliches und kräftigendes Mittel bei allgemeiner Schwäche und Schwäche der Verdauungsorgane; ferner wirkt er beruhigend auf das Zentralnervensystem (täglich 1 Tasse). In der Mischung mit Andorn wirkt der Tee gut bei nervösem Herzklopfen und „Herzstolpern".
30 g Beifußkraut, je 5 g Kalmus- und Enzianwurzel, 10 g Andornblätter, 10 g Zitronenschalen und 3 g Zimtrinde werden mit 1 1/2 l Branntwein angesetzt und möglichst warmgestellt (oft schütteln). Die so gewonnene Tinktur kann man ebenfalls bei den vorgenannten Beschwerden anwenden.
Vorsicht
Beifuß darf in einer frühen Frühschwangerschaft nicht eingenommen werden, da der Beifuß eine Fehlgeburt auslösen kann!