Beinwell wächst an Uferbereichen und auf feuchten Wiesen.
Der Beinwell ist sehr wirkungsvolles Heilkraut bei Wunden und bei Entzündungen.
Eine Beinwellsalbe hat eine schmerzlindernde Wirkung und beschleunigt die Heilung von Wunden, ähnlich wie die Kamille.
Beinwell, das aus dem Englischen "Bein gut" übersetzt, also etwas, was den Beinen gut tut, setzt man auch bei Venenentzündungen ein.
Eine Beinwell-Tinktur, die man zum Einreiben bei Verletzungen und Schmerzen einsetzen kann, stellt man folgendermaßen her:
Nehmen Sie geschnittene Beinwell-Wurzeln, die Sie in Alkohol einlegen und dann an einem sonnigen Platz stehen lassen, so für ca. 14 Tage. Danach absieben.
Für Beinwell-Umschläge stellt man einen Absud aus klein geschnittenen Beinwell-Wurzeln her. Tränken Sie ein Tuch mit dem Absud und geben Sie die abgekochten Wurzeln in das Tuch, bevor Sie es auf die betroffenen Stellen auflegen.
Auch Beinwell-Salben sind sehr wirksam, eine Eigenherstellung lohnt sich aber kaum. Fertige Mittel aus der Apotheke sind hier besser geeignet.
Sammelzeit und Sammelgut des Beinwell
Gesammelt wird die Wurzel und die Blätter des Beinwell, im März bis in den April.
Standort: Feuchte Wiesen, an Gräben, Bächen und Flüssen.
Aussehen
30 - 70 cm hoher, kantiger, mit steifen Haaren besetzter Stengel. Große lanzettförmige, spitze, rauhhaarige Blätter.
Bei Prellungen, Quetschungen, Blutergüssen und entzündlichen Schwellungen wirken Umschläge mit dem frischbereiteten Wurzelbrei oder solche mit dem Brei der gekochten Wurzel schmerzlindernd und entzündungswidrig.
Wegen des großen Saponingehaltes wird die Wurzel gerne Hustentees beigemischt. Wallwurz, in einer Mischung von Wasser und Wein gekocht, wirkt ebenfalls sehr schleimlösend (z. B. bei Lungenentzündung stündlich 1 Eßl. zu nehmen).
Wallwurztee löscht abgekühlt vorzüglich den Durst und ist daher Fieberkranken zu empfehlen.
Vorsicht
Beinwell sollte nur äußerlichen angewandt werden.
Beinwell nicht auf offene Wunden auflegen.