(Mentha piperita)
Die Pfefferminze war im Jahr 2004 die Arzneipflanze des Jahres.
Das, was uns heute als die gewöhnliche Pfefferminze bekannt ist, ist eigentlich eine Kreuzung aus mehreren verschiedenen Minzarten. Denn eigentlich gab es früher bei uns nur die Wildformen grüne Minze, Wasserminze, Waldminze und rundblättrige Minze.
Die Pfefferminze hilft bei vielerlei Beschwerden, z.B. bei Übelkeit und Brechreiz, hier wirkt die Pfefferminze leicht betäubend auf die Magenschleimhaut. Oder auch als Pfefferminzöl zum Einreiben bei Gicht, Rheuma oder Nervenschmerzen. Oder bei Muskelschmerzen: Hier kann Pfefferminzöl auf die Haut eingerieben werden, wodurch Schmerzen gelindert werden.
Pfefferminze erfrischt und kühlt, beruhigt den Magen und hilft auch gegen Kopfschmerzen.
Allgemein kann man der Pfefferminze folgende Wirkung bescheinigen: Sie ist anregend, sie wirkt beruhigend, sie ist desinfizierend, sie ist auswurffördernd, sie ist entzündungshemmend, sie ist galletreibend, sie ist krampflösend und schließlich auch verdauungsfördernd.
Und so nebenbei gesagt hilft die Pfefferminze im Garten auch gegen Ameisen, gegen Erdflöhe und gegen Kohlweißfliegen.
Geschichten um die Pfefferminze
Früher hielt man die Minze für einen Glücksbringer. Das aber nur, wenn man sie am 24. Juni, dem Geburtstag von Johannes dem Täufer, fand.
Die Pfefferminze gehört zu all denen, die am 25. Februar Geburtstag haben. Sie steht für Weisheit und Tugend, aber auch für die Leidenschaft.
Die Pfefferminze war offensichtlich schon im alten Ägypten bekannt, man fand Reste der Pflanze in alten, ägyptischen Gräbern. Man geht davon aus, daß sie den Verstorbenen im Jenseits helfen sollten.
Weitere Namen für die Pfefferminze
Aderminze
Ackerminze
Katzenkraut
Englische Minze
Gartenminze
Teeminze
Edelminze
In der Naturheilkunde verwendete Pflanzenteile
Man verwendet die Blätter.
Sammelzeit für Pfefferminze
Man sammelt im Frühsommer, bevor die Pfefferminze erblüht.
Vorsicht
Pfefferminzöl kann die Haut reizen.
Zu hoch dosiert kann die Pfefferminze Entzündungen im Verdauungstrakt auslösen.
Pfefferminzöl darf bei Säuglingen nicht im Hals- und Nasenbereich eingesetzt werden, es kann sonst zu Atemlähmung kommen!
Der dauerhafte (und besonders hohe Gebrauch) des Pfefferminztees ist nicht empfehlenswert.