Der Salbei war schon bei den alten Ägyptern als Heilpflanze bekannt. Sie verwandten ihn gegen allerlei Krankheiten, so zum Beispiel gegen Unfruchtbarkeit oder gegen Potenzprobleme der Männer. Man glaubte sogar, daß der Salbei gegen das Altern helfe.
Heutzutage ist die vermutete, oder besser gesagt die nachgewiesene Wirkung des Salbei weniger spektakulär: Man weiß, daß der Salbei gegen Schweißausbrüchen, wie zum Beispiel in den Wechseljahren, oder bei übermäßigem Speichelfluss helfen kann.
Ein Salbeitee oder Salbeibonbons setzt man bei Husten und bei Halsschmerzen ein.
Der Salbei desinfiziert, darum verwendet man ihn für Spülungen oder als Gurgelmittel im Mund- und Rachenraum.
Der Salbei wirkt zudem antibakteriell und auch fungizid, was bedeutet, daß er Bakterien und Pilze abtötet. Salbei eignet sich daher auch bei entzündlichen Prozessen, z.B. bei Akne oder entzundenen Wunden, um eine Verkeimung zu verhindern.
Der Salbei ist zudem schweißhemmend, Salbei hilft bei Verdauungsstörungen, er hilft auch bei Halsschmerzen, diese Wirkung kann man noch mit einer gleichzeitigen Einnahme von Kamille verstärken.
Übrigens, um nochmal auf die Wirkung "gegen das Altern" der alten Ägypter zurück zu kommen: Tatsächlich haben wissenschaftliche Studien gezeigt, daß der Salbei einen günstigen Einfluss auf die Nerven, die Augen und - jetzt kommts - das Gehirn hat. Man entwickelt inzwischen schon ein Medikament gegen Alzheimer, das zumindest teilweise die Wirkstoffe von Salbei enthält. Vielleicht hatten die Ägypter also doch nicht so unrecht?
Aber selbst in jüngeren Jahren unterstützt der Salbei die Konzentration, er bessert auch das Gedächtnis, er macht uns auch resistenter gegenüber Stress.
Ein Salbeitee
Nehmen Sie zwei Teelöffel getrockneter oder frischer Salbei - Blätter, die Sie mit kochendem Wasser übergießen, dann 10 Minuten ziehen lassen und dann absieben.
Bis zu drei Tassen pro Tag trinken.
Bei Schweißfüßen und Achselschweiß
Nehmen Sie zwei Esslöffel getrockneter Salbeiblätter, die Sie mit einer Tasse Wasser überbrühen und dann zehn Minuten ziehen lassen. Dann absieben und komplett abkühlen lassen.
Nachdem Sie geduscht oder gebadet haben (täglich) die Füße bzw. Achselhöhlen mit diesem Salbeisud waschen.
Hilft auch gegen Handschweiß. Zudem können Sie diesen Absud auch innerlich gegen eine zu hohe Schweißbildung einsetzen.
Ein Badezusatz gegen Hautprobleme und für stärkere Nerven
Stellen Sie einen Aufguss aus 500 bis 1000 g Salbei und 4 Litern Wasser pro Vollbad her.
Ins Badewasser geben und darin baden.
Gegen Zahnfleischbluten
Bei Zahnfleischbluten spülen Sie dreimal am Tag den Mund mit Salbeitinktur aus.
Zusätzlich können Sie die Zähne mehrmals pro Tag mit frischen oder auch getrockneten Salbeiblättern abreiben.
Man kann sogar "angekochte" Salbei - Teebeutel lauwarm auf das Zahnfleisch legen, das hilft ebenfalls.
Bei Verdauungsproblemen...
...trinken Sie eine Tasse Salbeitee vor den Mahlzeiten.
Salbei als Frauenkraut
Die ätherischen Öle des Salbei haben eine antibakterielle und virenhemmende Wirkung, die Frauen sich diese Wirkung als desinfizierendes Mittel bei einer Scheideninfektion einsetzen, etwa als Sitzbad.
Der Salbei hilft auch beim Abstillen, Salbei - Blätter haben eine die milchbildungshemmende Wirkung. Auch so genannten Milchknoten wird vorgebeugt.
In den Wechseljahren kann der Salbei die Schweißbildung hemmen.
Salbei im eigenen Garten anpflanzen
Der Salbei mag einen sonnigen und warmen Platz. Die Aussaat sollte im März stattfinden, wenn es nicht mehr friert.
Vorsicht
Das im Salbei enthaltene Thujon kann bei zu hoher Dosierung zu Vergiftungen führen.
Salbei hemmt den Milchfluß.
Salbei kann Kontaktionen der Gebärmutter anregen.
Ein längerer Gebrauch von Salbei kann Darmstörungen verursachen.
Ätherisches Salbeiöl kann bei manchen Menschen epileptische Anfälle auslösen.
Man sollten laut Empfehlungen maximal 15 Gramm Salbeiblätter am Tag verwenden.
Weisheit des Tages:
Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, erschuf er Mann und Frau. Und um das Ganze dann vor dem Untergang zu bewahren, schuf er den Humor.