Salbei

 
Der Salbei war schon bei den alten Ägyptern als Heilpflanze bekannt. Sie verwandten ihn gegen allerlei Krankheiten, so zum Beispiel gegen Unfruchtbarkeit oder gegen Potenzprobleme der Männer. Man glaubte sogar, daß der Salbei gegen das Altern helfe.

Heutzutage ist die vermutete, oder besser gesagt die nachgewiesene Wirkung des Salbei weniger spektakulär: Man weiß, daß der Salbei gegen Schweißausbrüchen, wie zum Beispiel in den Wechseljahren, oder bei übermäßigem Speichelfluss helfen kann.
Ein Salbeitee oder Salbeibonbons setzt man bei Husten und bei Halsschmerzen ein.
Der Salbei desinfiziert, darum verwendet man ihn für Spülungen oder als Gurgelmittel im Mund- und Rachenraum.

Der Salbei wirkt zudem antibakteriell und auch fungizid, was bedeutet, daß er Bakterien und Pilze abtötet. Salbei eignet sich daher auch bei entzündlichen Prozessen, z.B. bei Akne oder entzundenen Wunden, um eine Verkeimung zu verhindern.
Der Salbei ist zudem schweißhemmend, Salbei hilft bei Verdauungsstörungen, er hilft auch bei Halsschmerzen, diese Wirkung kann man noch mit einer gleichzeitigen Einnahme von Kamille verstärken.

Übrigens, um nochmal auf die Wirkung "gegen das Altern" der alten Ägypter zurück zu kommen: Tatsächlich haben wissenschaftliche Studien gezeigt, daß der Salbei einen günstigen Einfluss auf die Nerven, die Augen und - jetzt kommts - das Gehirn hat. Man entwickelt inzwischen schon ein Medikament gegen Alzheimer, das zumindest teilweise die Wirkstoffe von Salbei enthält. Vielleicht hatten die Ägypter also doch nicht so unrecht?

Aber selbst in jüngeren Jahren unterstützt der Salbei die Konzentration, er bessert auch das Gedächtnis, er macht uns auch resistenter gegenüber Stress.

Andere Namen für den Salbei

Gartensalbei, Altweiberschmecken, Edelsalbei, Königssalbei, Kreuzsalbei, Salfat, Salve, Salwie, Scharleikraut, Gewürzsalbei, Scharlachkraut, Kreuzsalbei, Allerheilkraut, Königssalbei, Sabikraut, Zahnblätter, Zupfblattel

Wirkung von Salbei

  • Ist auswurffördernd
  • Ist virushemmend
  • Ist appetitanregend
  • Ist anregend
  • Ist Pilzabtötend
  • Ist pilzhemmend
  • Ist schleimlösend
  • Ist zusammenziehend
  • Ist hustenreizstillend
  • Ist verdauungsfördernd
  • Ist antibakteriell
  • Ist entzündungshemmend
  • Ist desinfizierend
  • Ist abschwellend
  • Ist erfrischend
  • Ist deodorierend
  • Ist galletreibend

Salbei kann helfen

  • Bei Blähungen
  • Bei Darmentzündungen
  • Bei übermäßiger Schweißbildung
  • Bei Drüsenerkrankungen
  • Bei Magen-Darm-Beschwerden
  • Bei Bronchialbeschwerden
  • Bei Asthma
  • Bei Heiserkeit
  • Bei Gedächtnisschwäche
  • Bei Erkältungen
  • Bei Zahnfleischbluten
  • Bei Mandelentzündung
  • Bei Wechseljahrsbeschwerden
  • Bei starkem Schwitzen
  • Bei PMS
  • Bei Halsschmerzen
  • Bei Husten
  • Bei Gedächtnisschwäche
  • Bei Seekrankheit
  • Bei Nachtschweiß
  • Bei Halsentzündungen
  • Bei Blasenentzündungen
  • Bei Gicht
  • Bei Fußschweiß
  • Bei Menstruationsbeschwerden
  • Bei Zahnfleischerkrankungen
  • Bei Appetitlosigkeit
  • Bei Regelschmerzen
  • Beim Abstillen
  • Bei Nervosität
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Bei Gallenblasenentzündungen
  • Bei Mundgeschwüren
  • Bei Schlafsucht
  • Bei Durchfall
  • Bei Brechreiz
  • Bei Vergesslichkeit
  • Bei Reisekrankheit
  • Bei Übelkeit
  • Bei Bronchitis
  • Bei Hautkrankheiten
  • Bei Schweißfüßen
  • Bei Zahnfleischentzündungen
  • Bei Gallensteinen
  • Bei Akne
  • Bei Raucherhusten
  • Bei Mundgeruch
  • Bei Hautunreinheiten
  • Salbei steigert die Konzentrationsfähigkeit
  • Bei Pickel
  • Bei Schleimhautentzündungen
  • Bei Völlegefühl
  • Bei Mitessern
  • Bei grippalen Infekten

Sammelzeit und Sammelgut des Salbei

Man sammelt wird im Mai oder im September - entweder vor oder nach der Blüte des Salbei. Gesammelt werden die Salbei-Blätter und die Blüten.

Inhaltsstoffe
U.a. Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Harz

Anwendungsbeispiele rund um den Salbei

  • Ein Salbeitee
    Nehmen Sie zwei Teelöffel getrockneter oder frischer Salbei - Blätter, die Sie mit kochendem Wasser übergießen, dann 10 Minuten ziehen lassen und dann absieben.
    Bis zu drei Tassen pro Tag trinken.

  • Bei Schweißfüßen und Achselschweiß
    Nehmen Sie zwei Esslöffel getrockneter Salbeiblätter, die Sie mit einer Tasse Wasser überbrühen und dann zehn Minuten ziehen lassen. Dann absieben und komplett abkühlen lassen.
    Nachdem Sie geduscht oder gebadet haben (täglich) die Füße bzw. Achselhöhlen mit diesem Salbeisud waschen.

    Hilft auch gegen Handschweiß. Zudem können Sie diesen Absud auch innerlich gegen eine zu hohe Schweißbildung einsetzen.
  • Ein Badezusatz gegen Hautprobleme und für stärkere Nerven
    Stellen Sie einen Aufguss aus 500 bis 1000 g Salbei und 4 Litern Wasser pro Vollbad her.
    Ins Badewasser geben und darin baden.

  • Gegen Zahnfleischbluten
    Bei Zahnfleischbluten spülen Sie dreimal am Tag den Mund mit Salbeitinktur aus.

    Zusätzlich können Sie die Zähne mehrmals pro Tag mit frischen oder auch getrockneten Salbeiblättern abreiben.

    Man kann sogar "angekochte" Salbei - Teebeutel lauwarm auf das Zahnfleisch legen, das hilft ebenfalls.

  • Bei Verdauungsproblemen...
    ...trinken Sie eine Tasse Salbeitee vor den Mahlzeiten.

Salbei als Frauenkraut

Die ätherischen Öle des Salbei haben eine antibakterielle und virenhemmende Wirkung, die Frauen sich diese Wirkung als desinfizierendes Mittel bei einer Scheideninfektion einsetzen, etwa als Sitzbad.

Der Salbei hilft auch beim Abstillen, Salbei - Blätter haben eine die milchbildungshemmende Wirkung. Auch so genannten Milchknoten wird vorgebeugt.

In den Wechseljahren kann der Salbei die Schweißbildung hemmen.

Salbei im eigenen Garten anpflanzen

Der Salbei mag einen sonnigen und warmen Platz. Die Aussaat sollte im März stattfinden, wenn es nicht mehr friert.

Vorsicht

Das im Salbei enthaltene Thujon kann bei zu hoher Dosierung zu Vergiftungen führen.

Salbei hemmt den Milchfluß.

Salbei kann Kontaktionen der Gebärmutter anregen.

Ein längerer Gebrauch von Salbei kann Darmstörungen verursachen.

Ätherisches Salbeiöl kann bei manchen Menschen epileptische Anfälle auslösen.

Man sollten laut Empfehlungen maximal 15 Gramm Salbeiblätter am Tag verwenden.


Thema: Kräuter

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