Man findet das Schöllkraut unauffällig an Mauern, zum Beispiel an Friedhofsmauern, und oft wird es wegen seiner Unauffälligkeit wird das Schöllkraut auch für ein Unkraut gehalten.
Dabei ist das Schöllkraut schon lange als Heilkraut bekannt.
Schöllkraut ist z.B. eine starke Heilpflanze für die Leber und die Galle. Auch Gallenblasenentzündungen, Leberschwellungen, eine Gelbsucht, Gallengries, bei Rheuma, bei Gicht, bei Magenschmerzen, bei Allergien, bei Nesselsucht, bei Augenentzündungen, bei Ödemen, bei Asthma, bei Krampfhusten, bei Flechten, bei Akne, bei Geschwüren und Ekzeme, bei Schuppenflechte, bei Hühneraugen, bei Schwielen und bei Warzen kann das Schöllkraut helfen. Übrigens nennt man das Schöllkraut auch "Warzenkraut", was auf seine Wirkung gegen Warzen hindeutet.
Man kann das Schöllkraut als Tee oder als Tinktur anwenden, allerdings ist der Tee etwas schwächer in der Wirkung.
Vom Pflanzensaft, dem Preßsaft, der besonders stark ist, darf man nur kleine Mengen verwenden, ca. 20 Tropfen pro Tag, generell sollte man davon aber eher Abstand nehmen.
Dieser gelbliche Saft des Schöllkrauts hilft, täglich mehrmals aufgetragen, gegen Warzen, Hühneraugen oder auch Schwielen. Dieser Saft ist sehr hautreizend und wirkt ablösend. Auch bei Ekzemen, Geschwüren, Pickeln und anderen Hauterkrankungen kann dieser Saft, in verdünnter Form, äußerliche eingesetzt werden.
Sammelzeit und Sammelgut des Schöllkraut
Man sammelt das blühende Kraut und den Saft von Mai bis Juli