Reizdarmprobleme sind sehr weit verbreitet. Sie sind charakterisiert durch Unterbauchbeschwerden, Blähungen mit oft wechselnden Durchfall bzw. Verstopfung. Reizdarm ist keine Darmentzündung, sondern eine Funktionsstörung des Darmes. Hier arbeiten die Darmwandmuskeln schlecht und verkrampfen sich oft.
Reizdarm ist häufiger bei Frauen und die damit verbundenen Beschwerden werden oft durch Lebensmittel ausgelöst.
Tipps und Hausmittel bei Reizdarm
Achten Sie auf ausgeglichene Versorgung mit Vollkornprodukten, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten - soweit verträglich. Zu viele Nahrungsfasern können die Beschwerden aber auch verschlimmern. Deshalb Maß halten.
Meiden Sie raffinierten Zucker (Fruktose, Sorbitol, Saccharose). Deshalb Maß halten mit Süßem.
Fettige Lebensmittel sind genauso ungünstig und lösen Darmkrämpfe aus.
Blähende Speisen meiden: Bohnen, Weiß-, Rosen- und Blumenkohl.
Stark gewürzte Speisen (Pfeffer, scharfer Paprika) ebenso meiden.
Ebenso Vorsicht bei saurer Kost: Orangen, Grapefruits, Tomaten, Essig als Salatdressing weglassen.
Kaffee bringt Probleme mit sich. Eventuell koffeinfreien Kaffee versuchen.
Bier und Rotwein, nein danke.
Langsam mit Kleie beginnen (vermeidet unnötige Blähungen).
Leicht verdauliche Speisen wie Reis, Süßkartoffeln, gut durchkochtes grünes und gelbes Gemüse sowie Bananen bevorzugen.
Oft liegt eine Laktose (=Milchzucker) - Unverträglichkeit vor. Meiden Sie Milchprodukte - besser kleine Mengen Butter, Joghurt oder gereifter Käse (weniger Laktase enthaltend).
Beachten Sie individuelle Nahrungsmittel - Allergien: Milch / Milchprodukte, Getreide (Weizen / Mais), Zitrusfrüchte, Kaffee + Lebensmittel – Zusätze (Farb- und Geschmacksstoffe), Gluten - Allergie (in Hafer, Roggen, Weizen, Gerste).
Wenn sich der Darm wieder beruhigt hat, können Sie Ihre Diät mit anderen Gerichten aufstocken, und zwar jeweils ein neues Gericht pro 48 Stunden. So können Sie sofort erkennen, ob Ihnen die neu aufgenommenen Gerichte Probleme bereiten.
Stress + psychische Faktoren können Krämpfe auslösen. Baldrianextrakte können Stress + Krämpfe lindern.
Wenn Ihre Darmflora durch gaserzeugende Bakterien beeinträchtigt ist, dann helfen hier gut Präparate zum Aufbau der gesunden Darmflora (= Symbioselenkung).
Nicht Rauchen bei Reizdarmproblemen, denn Nikotin löst direkt Darmkrämpfe aus.
Essen sie oft, aber wenig, das heißt häufiger kleine Mahlzeiten. Regelmäßiger Sport, z. B. Gymnastik mit beruhigender Musik im Hintergrund hält auch den Darm fit.
Hormonelle Veränderungen verschlimmern oft die Darmkrämpfe. Pflanzliche Mittel können Abhilfe schaffen, wie Phyto-Soya Kapseln, Traubensilberkerze (Cimicifuga) mit und ohne Johanniskrautextrakt.